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Jugendkonzept der PSU 04

  1. Das Jugendkonzept der Potsdamer Sport-Union basiert auf Richtlinien für Training und Spiele sowie einem Verhaltenskodex und einer Trainingskonzeption.
     
  2. Die Potsdamer Sport-Union schließt sich ferner dem Code of Conduct an, dem Verhaltenskodex des Deutschen Hockeybundes (DHB). Der Kodex ist bei allen DHB-Jugendveranstaltungen gültig. Er stellt das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund und verurteilt jegliche Form von Gewalt. Bei allen Veranstaltungen wird auf einen fairen und wertschätzenden Umgang miteinander geachtet. 
     
  3. Auch dem Verhaltenskodex für Eltern beim Jugendhockey unseres Brandenburgischen Hockeyverbandes (BHSV) hat sich die PSU verpflichtet.

 


 

Jugendkonzept der Potsdamer Sport-Union

 

PRÄAMBEL


Seit über 100 Jahren ist die Potsdamer Sport-Union 04 e.V. ( PSU ) ein wichtiger Bestandteil der Potsdamer Sportlandschaft. In den vergangenen Jahren hat sich besonders die Hockeyabteilung der PSU durch ihre Jugendarbeit hervorgetan. Diese  basiert auf der Teamfähigkeit jedes einzelnen Mitgliedes. Denn nur durch die vielen helfenden Hände kann der Verein seine Arbeit, Jugendliche sportlich zu fördern und bei der psychosozialen Entwicklung zu unterstützen, erreichen. Das Ziel ist es, die Jugendlichen im Endeffekt auf die Damen- und Herrenmannschaften vorzubereiten. Dabei ist der PSU wichtig, auch für weniger Talentierte einen Platz im Verein zu finden. Auch diese Sportler sind ein wichtiger Bestandteil in der Vereinsarbeit. Diese Jugendlichen können dem Verein u.a. dabei helfen, indem sie zu Schiedsrichtern oder Trainern weitergebildet werden. Selbst wenn der Verein sportliche Erfolge anstrebt, bleibt der Breitensportsauftrag für die PSU als wesentlicher Bestandteil  bestehen. In diesem Sinne ist man stolz auf die Freizeithockeymannschaften innerhalb der PSU. Denn insbesondere die Eltern haben viel zum Erfolg der PSU beigetragen. Sie sind es oft, die zu Trainern oder Betreuern werden und damit die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen vorantreiben und somit den Verein weiterentwickeln. Ohne solch engagierte Eltern hätte es die Potsdamer Sport-Union nicht so weit geschafft und sich einen Namen in der deutschen Sport – und Hockeylandschaft gemacht. Der Verein soll allen ein Heim bieten, insbesondere durch den Zusammenhalt aller.


RICHTLINIEN FÜR DAS TRAINING UND DIE SPIELE

  1. Es gibt eine klare Trainerbereichseinteilung, wo die Trainer verbleiben sollten. Der Bambini und der E-Bereich sind klar getrennt. Der D, C- und B-Bereich sowie der A- und Jugend B-Bereich sind geschlossene Bereiche. Die Jugend A geht mit in den Erwachsenenbereich. Somit kann sich jede/jeder ÜbungsleiterInn auf seine
  2. Jeder Übungsleiters muss im Kalenderjahr mindestens eine Trainerfortbildung besuchen, um sich und sein Training zu bessern und zu aktualisieren. Die Trainerfortbildungen werden zur Erleichterung auch vom Verein angeboten. Zudem sollte für jeden Übungsleiter der Anspruch gelten, Trainerscheine zu erhalten.
  3. Vor jeder neuen Saison werden die Trainingsziele der jeweiligen Mannschaft angepasst und festgehalten. Hierbei soll es sich um ein Konzept handeln, das die zu erlernenden Techniken und Grundlagen von Taktiken enthält und beschreibt. Damit erhält der Übungsleiters immer eine genaue Übersicht über die Fortschritte des Einzelnen. Hierbei sollte sich auch an die Trainingskonzeption gehalten werden, welche als Vorlage dient.
  4. Um besonders talentierte Spieler zu fordern und zu fördern, sollten diese, zusätzlich zu Ihrer Trainingsgruppe, 1 x die Woche in der höheren Altersklasse trainieren und zusätzlich dort spielen. Eine Meldung zur Landesauswahlsichtung ist empfohlen. Hierbei trägt der Hauptübungsleiter, der altersmäßigen Trainingsgruppe, die Verantwortung über das Wohlbefinden des Spielers und somit eine höhere Entscheidungskraft. Des Weiteren wird dem rechtmäßigen Übungsleiters des Spielers eine höhere Entscheidungskraft zugesprochen. Eine Abstimmung mit dem Spieler und den Eltern ist zu erfolgen.
  5. Jede Mannschaft muss einen benannten Betreuer haben. Der Hauptübungsleiter ist in erster Linie eigenverantwortlich. Der Co-Übungsleiter unterstützt den Hauptübungsleiter in allen trainingsspezifischen Belangen. Der Betreuer fungiert als Ansprechpartner und unterstützt die Übungsleiter in allen organisatorischen Belangen.
  6. Ein Übungsleiter soll nur für maximal 18 Spieler verantwortlich sein, damit eine individuelle Betreuung, Beaufsichtigung Trainingsdurchführung möglich ist. Ab einer Spielerstärke von 9 sollte eine Anwesenheit eines Co-Übungsleiter gewährleistet sein. Im Bambini, E-, D- und C-Bereich ist zusätzlich der Einsatz von jugendlichen Übungsleitern angedacht.
  7. Bei erheblichen Problemen eines Spielers zum allgemeinen Leistungsniveau der Altersstufe oder sozialen Auffälligkeiten sind diese zuerst durch Übungsleiter und Betreuer der Mannschaft zu beheben. Falls ein Wechsel der Altersklasse beabsichtigt wird, sollte Kontakt zu den Erziehungsberechtigten, ebenso wie das lösungsorientierte Gespräch mit dem männlichen oder weiblichen stellv. Jugendwart oder der gesamten Jugendkommission vom Trainer aufgenommen werden, um hier individuelle Lösungen für den betroffenen Spieler zu finden.
  8. Ab dem D-Bereich (6-8 Jahre) wird mindestens zweimal in der Woche trainiert. Im Jugendbereich (14-18 Jahre) kommt noch eine Athletikeinheit als dritte Trainingseinheit hinzu.
  9. Im B-Bereich (10-12 Jahre) erfolgt zum ersten Mal eine Einteilung in mehrere unterschiedliche Leistungsklassen (B1, B2 usw.). Hierbei wird die Priorität gesetzt, dass die jeweils leistungsstärksten Spieler (B1-Team) beider Jahrgänge möglichst in der vom Übungsleiter für die Spieler angemessen erachteten Ligaauswahl (z.B. Meisterschaft, Liga und Pokal) im A-Bereich teilnehmen. Des Weiteren sollen auch die anderen Mannschaften so schnell wie möglich an den Spielbetrieb herangeführt werden (Liga und Pokal). Das Höher- spielen wie bei Spielern, in Abs. 4 erwähnt, wird auch für Mannschaften als wichtige Entwicklung angesehen und als erwägenswert erachtet.
  10. Während des Spiel- und Trainingsbetriebs sind die Spieler für das von ihrer Mannschaft benutzte Material verantwortlich. Sie holen es, bringen es an den vorgesehenen Platz zurück, achten auf Zustand und Vollständigkeit. Die Mannschaft handelt gemeinschaftlich und geschlossen.
  11. Die Jugendlichen sollen Spaß am Sport Hockey haben. Dies gelingt durch kleine Spiele, auch mit anderen Sportarten als ergänzendes Training. Eine positive und offene Kommunikation von Übungsleitern und Betreuern mit den Spielern und auch untereinander ist wichtig. Zur Förderung des inneren Zusammenhaltes eines Teams sind Aktivitäten außerhalb vom Hockey möglichst mindestens einmal pro Saison durchzuführen. Im gleichen Kontext sind gemeinsame Hockeyreisen zu sehen und und möglichst einmal pro Jahr durchzuführen.
  12. Besonders bei den jüngeren Altersklassen (Bambini/D/C) sollten Jugendspieler als Co-Übungsleiter fungieren.

 

 

VERHALTENSKODEX
Trainer
Der Trainer hat eine Vorbildfunktion inne. Er repräsentiert den Verein nach innen und nach außen. Seine Leitlinien sind:

  • Zuverlässigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Pünktlichkeit
  • Positive Kommunikation
  • Loyalität gegenüber dem Vorstand

 

Eltern
Die Eltern sind unsere Basis. Sie erziehen ihre Kinder und unterstützen unseren Verein. Sie helfen uns, indem sie:

  • Sich auf dem Trainingsgelände und den Sportstätten vorbildlich verhalten.
  • Mit ihrer Hilfsbereitschaft den Kindern und Jugendlichen ein Signal geben.
  • Ihr Interesse für ihre Kinder auch durch die Teilnahme an Elternversammlungen und Veranstaltungen bekunden
  • Mit ihren Fragen oder abweichenden Meinungen offen auf Übungsleiter und Betreuer zugehen.

 

Spieler

Die Spieler bilden den Kern des Vereins. Auf ihnen liegt unser Hauptaugenmerk:

  • Pünktlichkeit ist sehr wichtig, da sonst das gesamte Team gestört wird und die Mannschaftsziele nicht erreicht werden.
  • Er versucht keinen Termin, ob Training oder Spiel, zu versäumen. Denn nur so hilft er seinem Team.
  • Freundlich sein ist für ihn selbstverständlich. Das fängt schon mit dem Grüßen auf dem Gelände an.
  • Er gibt immer 100% für das Team und den Verein, da er wieder etwas zurückgeben will.
  • Der pflegliche Umgang mit Materialen des Vereins oder seiner Mitspieler ist ihm sehr wichtig. Zudem achtet er darauf, dass alles immer sauber ist, egal wo er ist.
  • Das Durchsprechen und Lösen von Problemen hilft ihm und allen anderen. Hierbei ist er aufgeschlossen und freundlich. Er versucht immer erst mit der Person einzeln zu sprechen, um Probleme zu lösen. Er hat das Recht auf eine Diskussionsrunde.
  • Ehrlichkeit ist der Grundstein des Vertrauensverhältnisses zu seinem Trainer und seinen Mitspielern.
  • Er ist immer hilfsbereit, wenn er gefragt wird und schließt sich von Gruppenarbeiten nicht aus. Das Wegräumen von seinem Trainingsmaterial ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.
  • Auf dem Platz ist ihm Fairplay sehr wichtig, damit jeder Spaß am Spiel hat.
  • Der Schiedsrichter ist sein Freund. Er ermöglicht ihm das Spiel.

 

TRAININGSKONZEPTION
Allgemeine Anmerkungen

  • in kleinen Gruppen (z.B. 6 Spielern) trainieren
  • leistungsgerechte Gruppeneinteilung
  • leistungsgerechtes Training
     

Anwenden der Trainingsmittel unter Berücksichtigung der methodischen Grundsätze

  • Vom Leichten zum Schweren
  • Vom Einfachen zum Zusammengesetzten
  • Vom Bekannten zum Unbekannten


Trainingsplanung
Sinnvolle Reihenfolge der Trainingseinheiten

  • Erwärmung
  • Beweglichkeit
  • Schnelligkeit / Technik (neu lernen/ anwenden)
  • Kraft
  • Ausdauer
  • Cool Down, Entspannung


Einstimmungs-/ Erwärmungsphase

  • Stimmung der Gruppe
  • Anregen, Anleiten evt. Einbeziehen
  • Inhaltliche Ankündigungen
  • Verhalten und Auftreten des Übungsleiter soll positiv sein


Funktionsgymnastik – Dehnung

  • Vor dem Training: Keine Dehnung oder nur Dehnung mit kurzer Haltezeit
  • Nach dem Training: Ausführliche Dehnung


Motorische (körperliche) Fähigkeiten/Grundeigenschaften
Konditionelle Fähigkeiten

  • Ausdauer
  • Schnelligkeit
  • Kraft
  • Beweglichkeit


Koordinative Fähigkeiten

  • Kopplungsfähigkeit
  • Umstellungsfähigkeit
  • Gleichgewichtsfähigkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
  • Orientierungsfähigkeit


Trainerverhalten
(sozial-integrativ)

  • eine Gleichgewichtsbeziehung zwischen Übungsleitern und den Sportlern
  • eine Verwirklichung von Wertschätzung (tolerant, warmherzig, geduldig)
  • stimulierende Aktivität statt Lenkung
  • Offenheit, Abbau von Fassaden
  • Positive Bekräftigung/ Erwartungen, konstruktive Kritik
  • Eine demokratische Konfliktlösung
  • Gegenseitige Rückmeldung (Feedback vom Training)

 


Bambini (Alter: 4/5 Jahre)
Allgemein:
Der Großteil des Trainings (2:3) liegt in der Schulung der motorischen Fähigkeiten, insbesondere der koordinativen Fähigkeiten, weitestgehend ohne sportspezifische Ausführung.
In diesem Alter ist das personenorientiertes Lernen wichtig, deshalb sollten alle Übungen vorgeführt werden. Zudem sollte ein abwechslungsreicher Inhalt geboten werden, der in kleine Geschichten verpackt ist.

Motorische Fähigkeiten:

  • Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit)
  • Allgemeine Beweglichkeit (z.B. Gymnastik)


Technik:

  • Ballführung im Gehen
  • Ballannahme und Weitergabe im Stand
  • Schrubben und Schieben (als erste Schuss- und Passtechniken)
  • Slalomlaufen mit Ball (Schnelligkeit ist noch unwichtig)


Taktik:

  • Tore schießen und verhindern (verschiedene Spielformen sind sehr wichtig für das Verständnis - Zauberwald mit 4 Toren -)
  • Jeder soll die verschieden Positionen im Spiel kennenlernen und ausprobieren


Regelkunde:

  • Bedeutung der Spielfeldmarkierungen
  • Erste Kenntnisse der Grundregeln (kein Fuß, keine Rundeseite, kein Schlägerschlagen)


Sonstiges:

  • Kindertag im Vereinsheim
  • Hockey freie Tage (Fun-Park, Schwimmen, usw.)

 

 

Mädchen E/ Knaben E (Alter: 5/6 Jahre)
Allgemein:
Der Großteil des Trainings (2:3) liegt in der Schulung der motorischen Fähigkeiten, insbesondere der koordinativen Fähigkeiten, weitestgehend ohne sportspezifische Ausführung.
In diesem Alter ist das personenorientiertes Lernen wichtig, deshalb sollten alle Übungen vorgeführt werden. Zudem sollte ein abwechslungsreicher Inhalt geboten werden, der in kleine Geschichten verpackt ist.

Motorische Fähigkeiten:

  • Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit)
  • Allgemeine Beweglichkeit (z.B. Gymnastik)
     

Technik:

  • Ballführung im Gehen
  • Ballannahme und Weitergabe in der Bewegung
  • Schrubben und Schieben (als erste Schuss- und Passtechniken)
  • Sauberes Slalomlaufen mit Ball (Schnelligkeit ist noch unwichtig)
  • Vorhand- Rückhand-Drehung ist zu zeigen
     

Taktik:

  • Tore schießen und verhindern (verschiedene Spielformen sind sehr wichtig für das Verständnis - Zauberwald mit 4 Toren -)
  • Jeder soll die verschieden Positionen im Spiel kennenlernen und ausprobieren
  • Erste Mannschaftsbildung fördern (Eigenständigkeit)


Regelkunde:

  • Bedeutung der Spielfeldmarkierungen
  • Bedeutung der Schiedsrichterzeichen
  • Erste Kenntnisse der Grundregeln (kein Fuß, keine Rundeseite, kein Schlägerschlagen)


Sonstiges:

  • Kindertag im Vereinsheim
  • Hockey freie Tage (Fun-Park, Schwimmen, usw.)

 

Mädchen D/ Knaben D (Alter: 7/8 Jahre)
Allgemein:
Die Hälfte des Trainings liegt in der Schulung der motorischen Fähigkeiten, insbesondere der koordinativen Fähigkeiten, weitestgehend ohne sportspezifische Ausführung. In diesem Alter ist das personenorientiertes Lernen wichtig, deshalb sollten alle Übungen vorgeführt werden.

Motorische Fähigkeiten:

  •  Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit)
  • Sehr starker Bewegungsdrang (Laufspiele zur Erwärmung)
  • Beweglichkeit (z.B. Gymnastik)

 

Technik:

  • Ballführung im Laufen
  • Beherrschen von Vorhand-Rückhand
  • Saubere Ballannahme und genaue Weitergabe aus der Bewegung
  • Schrubben und Schieben (als Haupt-, Schuss- und Passtechniken)
  • Schlagen wird als neue Technik eingeführt
  • Sauberes Slalomlaufen mit Ball
  • 3D-Hockey ist vorzustellen und zu probieren

 

Taktik:

  • Verständnis der Arbeit einzelner Positionen (Stürmer-Tore schießen/ Verteidiger hinten absichern)
  • Verschiedene Spielformen sind immer noch sehr wichtig (Überzahlspiel/ auf mehrere Tore)
  • Jeder soll die verschieden Positionen im Spiel lernen und ausprobieren (Position Torwart kommt hinzu)
  • Erste Mannschaftsbildung fördern (Eigenständigkeit)
  • Verantwortungsbewusstsein stärken z.B. Kapitän

 

Regelkunde:

  • Bedeutung der Spielfeldmarkierungen (Viertelfeld)
  • Bedeutung der Schiedsrichterzeichen
  • Erweiterte Kenntnisse der Regeln (Vorteil, Self-Pass)
  • Jeder soll in der Lage sein, sein eigenes Spiel zu pfeifen

 

Sonstiges:

  • Eltern gegen Kind Turnier
  • Sandmännchennacht
  • Hockey freier Tag (Fun-Park, Kino, usw.)

 

Mädchen C/ Knaben C (Alter: 9/10 Jahre)
Allgemein:
Mehr als ein Drittel des Trainings liegt in der Schulung der motorischen Fähigkeiten, insbesondere der koordinativen Fähigkeiten, weitestgehend sportspezifischer Ausführung, aber auch zur Hälfte ohne sportspezifische Ausführung. Zwei Drittel des Trainings findet sportartspezifisch statt.

 

Motorische Fähigkeiten:

  • Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit)
  • Beweglichkeit (z.B. Gymnastik)

 

Technik:

  • Sichere Ballführung im Laufen
  • Sicheres Beherrschen von Vorhand-Rückhand, auch unter Druck
  • Saubere Ballannahme und genaue Weitergabe in und aus der Bewegung
  • Schrubben, Schlager und Schieben (als Schuss- und Passtechniken)
  • Argentinischer Schrubber (Rückhandschrubber) als neue Technik eingeführt
  • Sauberer Zieher (Rück- und Vorhand)
  • 3D-Hockey wird geübt und angewendet

 

Taktik:

  • Verschiedene Spielformen sind immer sehr wichtig (Überzahlspiel/ auf mehrere Tore)
  • Zur Förderung des Spielverständnis
  • Jeder soll die verschieden Positionen im Spiel kennen und ausführen können
  • Erste Mannschaftsbildung fördern (Eigenständigkeit)
  • Verantwortungsbewusstsein stärken und wahrnehmen z.B. Kapitän

 

Regelkunde:

  • Bedeutung der Spielfeldmarkierungen (Halbfeld)
  • Bedeutung der Schiedsrichterzeichen
  • Gute Kenntnisse der Regeln
  • Jeder soll in der Lage sein, sein eigenes Spiel zu pfeifen

 

Sonstiges:

  • Überlegung bei Eignung in der nächst höheren Altersklasse im Spielbetrieb teilzunehmen
  • Eltern gegen Kind Turnier
  • Sandmännchennacht
  • Hockey freier Tag (Fun-Park, Kino, usw.)

 

 

Mädchen B/ Knaben B (Alter: 11/12 Jahre)
Allgemein:

Das Training wird vermehrt sportspezifisch ausgeführt. Die Schulung der motorischen Fähigkeiten nimmt immer noch ein Drittel des Trainings ein.


Motorische Fähigkeiten:

  • Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit
  • Konditionelle Fähigkeiten aufbauen und unterstützen
  • Beweglichkeit (z.B. Gymnastik)

 

Technik:

  • Sichere Ballführung, auch unter Druck
  • Sicheres beherrschen von Vorhand-Rückhand, auch unter Druck
  • Saubere Ballannahme und genaue Weitergabe aus der Bewegung
  • Schrubben, Schlag und Schieben (als Haupt-, Schuss- und Passtechniken) sollten sauber und präzise ausgeführt werden können
  • Sauberes und schnelles Slalomlaufen mit Ball
  • Spieler sollten in der Lage sein, aus dem Lauf z.B. zu heppen und dann scharf auf das Tor zu schießen
  • 3D-Hockey ist zu intensivieren unter Gegnerdruck anzuwenden


Taktik:

  • Spielzüge einführen/ Spielverständnis
  • Verschiedene Spielformen sind immer noch sehr wichtig (Überzahlspiel/ auf mehrere Tore)
  • Mannschaftsbildung fördern (Eigenständigkeit)
  • Verantwortungsbewusstsein stärken (Kapitän gibt Anweisungen)


Regelkunde:

  • Bedeutung der Spielfeldmarkierungen (Drei-Viertelfeld und auch schon Großfeld)
  • Bedeutung der Schiedsrichterzeichen
  • Erweiterte Kenntnisse der Regeln (Vorteil, Self-Pass)
  • Jeder soll in der Lage sein, sein eigenes Spiel zu pfeifen


Sonstiges:

  • Eltern gegen Kind Turnier
  • Turnierreisen
  • Grillen
  • Hockey freier Tag (Fun-Park, Kino, usw.)

 

Mädchen A/ Knaben A (Alter: 13/14 Jahre)
Allgemein:
Ein Drittel des Trainings liegt im Aufbau der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten. Die Spieler sollten in die Inhalte und Ziele mit einbezogen werden, um die Motivation im Hinblick auf die Leistung hoch zu halten. Es sollte erlernt werden eigenverantwortlich und achtsam mit seinem Körper umzugehen und sich eigenständig zusätzlich fit zu halten. Ernährungsweisen sollten zusammen mit Spieler und Eltern überprüft und ggfls. korrigiert werden


Körperlich Fähigkeiten:

  • Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit)
  • Konditionelle Fähigkeiten ausbauen (Kraft-, Schnelligkeit-, Ausdauerfähigkeiten
    Schwerpunkte: Reaktionsschnelligkeit und Mittelzeitausdauer)
  • Beweglichkeit


Technik:

  • Saubere und sichere Ballführung
  • Übersicht über das Spiel mit Ball (peripheres Sehen/ Ball sichern)
  • Saubere Ballannahme und genaue Weitergabe aus der Bewegung
  • Spieler sollten in der Lage sein, aus dem Lauf sauber z.B. zu heppen und dann scharf auf das Tor zu schießen
  • Hoher Schlenzer (Variante für den Spielaufbau)


Taktik:

  • Beherrschen von Spielzügen und Systemen
  • Verständnis von Raumaufteilung und Laufwegen
  • Verschiedene Spielformen (Überzahlspiel/ auf mehrere Tore)
  • Kommunikation fördern (Absprache/ Anweisungen/ Tipps)
  • Taktische Variabilität muss trainiert werden

 

Regelkunde:

  • Jeder soll in der Lage sein, sein eigenes Spiel zu pfeifen
  • Schiedsrichterlehrgänge anbieten


Sonstiges:

  • Hockey freier Tag (Fun-Park, Kino, usw.)
  • Disco (altersgerecht)
  • Spaßturniere (Vereinsleben)

 

 

Weibliche Jugend B/ Männliche Jugend B (Alter: 15/16 Jahre)
Allgemein:
Ungefähr ein Drittel des Trainings liegt im Aufbau der Fitness und der Motorik. Die Spieler sollten in die Inhalte und Ziele mit einbezogen werden.


Körperliche Fähigkeiten:

  • Koordinative Fähigkeiten (Kopplungs-, Differenzierungs-, Orientierungsfähigkeit)
  • Konditionelle Fähigkeiten ausbauen (Kraft-, Schnelligkeit-, Ausdauerfähigkeiten;
    Schwerpunkte: Beschleunigungsfähigkeit und Mittelzeitausdauer)
  • Beweglichkeit
  • Vorbereitung auf die körperliche Härte im Erwachsenenbereich


Technik:

  • Saubere und sichere Ballführung
  • Übersicht über das Spiel mit Ball (peripheres Sehen/Ball sichern)
  • Saubere Ballannahme und genaue Weitergabe aus der Bewegung
  • Spieler sollten in der Lage sein, aus dem Lauf mit Ball zu reagieren
  • Beherrschen des Schlenzens und anderen Pass- und Schlagvarianten

 

Taktik:

  • Beherrschen von Spielzügen und Systemen (in Absprache mit Erwachsenenbereichstrainer/ Systeme der 1.Mannschaften)
  • Verständnis von Raumaufteilung und Laufwegen
  • Kommunikation fördern (Absprache/ Anweisungen/ Tipps)


Regelkunde:

  • Jeder soll in der Lage sein, sein eigenes Spiel zu pfeifen
  • Schiedsrichterlehrgänge anbieten


Sonstiges:

  • Hockey-Freier-Tag (Fun-Park, Kino, usw.)
  • Mannschaftstreffen außerhalb des Trainings (Teambuilding)

 


Anmerkungen:
Die Formulierungen dieses Jugendkonzeptes sind im Hinblick auf ihr Verständnis selbstverständlich geschlechterübergreifend gemeint.

 

Quellen: - Europäische Sport Akademie (Übungsleiter C-Breitensport/ 4. überarbeitete Auflage Juni 2008)

 

Zum Download: Jugendkonzept der PSU04 2014


 

Verhaltenskodex des Deutschen Hockeybundes (DHB)

 

Einführung

Die Hockeyjugend des Deutschen Hockey-Bundes hat sich in den Grundsätzen ihrer Jugendordnung dazu bekannt, sich für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen einzusetzen und jegliche Form von Gewalt zu verurteilen.  


Daraus ergibt sich, dass bei allen Veranstaltungen auch auf einen fairen und wertschätzenden Umgang miteinander geachtet wird.


Das Miteinander aller Personen, Vereine und Verbände, die an einem Wettbewerb der Hockeyjugend beteiligt sind, wird durch alle aktuell veröffentlichten und gültigen DHB-Statuten, insbesondere die Regeln für Feld- und Hallenhockey des DHB, die Spielordnung des DHB (SPO) sowie die Regeln und Richtlinien dieses Verhaltenskodexes geregelt und soll im Folgenden nochmals kurz zusammengefasst werden.


Dieser Verhaltenskodex gilt für Teilnehmer an Endrunden der Deutschen Meisterschaften der Jugend (Feld/Halle), für die Länderpokal Vor-sowie Endrunden um den Franz-Schmitz Pokal/Hessenschild (Feld) und für die Länderpokale Berlin-/Rhein-Pfalz Pokal (Halle).


A. Teilnehmer
Als Teilnehmer gelten:

  • Alle Offiziellen und Teammitglieder einschließlich Spieler, Teammanager, Trainer- und Trainerstab, Videostaff, medizinisches Personal und alle anderen offiziellen Vertreter der teilnehmenden Teams.
  • Alle DHB Turnieroffiziellen einschließlich der DHB-Vertreter, die Schiedsrichterbeobachter, Spielbeobachter und Schiedsrichter sowie alle Mitglieder des Orga-Teams des ausrichtenden Vereins bzw. Verbandes.
  • Alle Zuschauer.
     

B. Zielsetzung und Verantwortung

  • Der Kodex wurde erstellt, um ein Bewusstsein für den fairen und respektvollen Umgang unter den Teilnehmern der genannten Veranstaltungen zu schaffen.
  • Alle Teilnehmer sind für ihr eigenes Verhalten selbst verantwortlich und müssen sich an alle aktuell veröffentlichten und gültigen DHB-Statuten, insbesondere an die gültigen Regeln für Feld-/Hallenhockey und die Spielordnung des DHB sowie an diesen Verhaltenskodex halten.
  • Es liegt in der Verantwortung der Vereine/Verbände ihren teilnehmenden Mannschaften, ihre Spieler und Teamoffiziellen von dem Verhaltenskodex zu unterrichten und dafür Sorge zu tragen, dass dieser eingehalten wird. Gleiches gilt für den ausrichtenden Verein/Verband.


C. Verhalten

  1. Die Teilnehmer müssen sich jederzeit fair und korrekt auf dem Spielfeld verhalten. Dies gilt auch außerhalb des Spielfeldes, insbesondere auf der Anlage des ausrichtenden Vereins/Verbands während des Wettbewerbs, in der Unterkunft und auf der An- bzw. Abreise zu
    dem Wettbewerb. Kein Teilnehmer darf eine Handlung oder Unterlassung begehen, die den Hockeysport in Misskredit bringen könnte.
  2. Ungeachtet der Allgemeingültigkeit von 1. gilt folgendes als unangemessen und inakzeptabel:
    1. Körperliche Aktionen oder Feindseligkeit gegenüber Teilnehmern des Wettbewerbs oder anderen Personen (z.B. Zuschauern), einem Mitglied der Turnierleitung, eines Schiedsrichters oder eines Offiziellen des Wettbewerbs.
    2. Provokative oder missbilligende Reaktionen gegenüber Teilnehmern des Wettbewerbs oder anderen Personen (z.B. Zuschauern), einem Mitglied der Turnierleitung, eines Schiedsrichters oder eines Offiziellen des Wettbewerbs.
    3. Eine aggressive Ansprache gegenüber Teilnehmern des Wettbewerbs oder anderen Personen
      (z.B. Zuschauern), einem Mitglied der Turnierleitung, einem Schiedsrichter oder einem Offiziellen des Wettbewerbs.
    4. Verwendung von unhöflicher oder beleidigender Sprache oder Handzeichen gegenüber Teilnehmern des Wettbewerbs oder anderen Personen (z.B. Zuschauern), einem Mitglied der Turnierleitung, einem Schiedsrichter oder einem Offiziellen des Wettbewerbs.
    5. Jede Handlung, die einen Teilnehmer beeinflusst oder dazu bestimmt ist, Einfluss auf eine Entscheidung oder das Ergebnis eines Spiels oder das Ergebnis des Turniers zu nehmen (z. B. ein Anreiz in Form von Geld oder Geschenk).
       

D. Öffentliche Erklärungen/Soziale Medien
Öffentliche Aussagen in Bezug auf den Wettbewerb müssen fair, konstruktiv und angemessen sein. Sie dürfen keinen persönlichen Angriff auf einen anderen Spieler, einen Zuschauer, einen Schiedsrichter, ein Mitglied der Turnierleitung oder einen anderen Offiziellen des Wettbewerbs
beinhalten. Dazu zählen auch Aussagen die in einer Zeitung, in einer Zeitschrift, im Radio, im Fernsehen oder im Internet (Website, E-Mail, WhatsApp Nachrichten, soziale Medien usw.) veröffentlicht werden.

E. Verstoß
Im Falle eines Verstoßes gegen diesen Verhaltenskodex kann die Turnierleitung des Wettbewerbs über mögliche Maßnahmen beraten und entscheiden. Hierzu ist es möglich die betroffene Person und/oder einen Vertreter des Vereins anzuhören. Für Maßnahmen über das
Turnier hinaus oder Vergehen außerhalb des Turniers (z.B. An- und Abreise) ist der „Zuständige Ausschuss“ der DHB Jugend zuständig. Entscheidungen können u.a. auf Grundlage von §23 SPO DHB, § 3 Abs. 6 Satz 2 SPO DHB und auf Grundlage der Schiedsgerichtsordnung (SGO) des DHB (§ 13 der SGO) gefällt werden.

Stand Nov 2018


Verhaltenskodex für Eltern beim Jugendhockey

Wir, der Brandenburger Hockey-Sportverband e.V., möchten unseren Jugendlichen einen Rahmen schaffen, in dem sie störungsfrei ihre Sportart ausüben können. Hierfür brauchen wir die Unterstützung sämtlicher BHSV-Vereine, um diesen Kodex „zu leben“.

Grundsatz:
Jedes Team, jedes Kind und jeder Jugendliche freut sich, wenn es im Wettkampf lautstark unterstützt wird.
Beachten Sie bitte immer, dass Eltern in erster Linie Zuschauer und „Anfeuerer“ sind und keine Trainer.

  1. Hockey ist ein Mannschaftssport.
  2. Die Mannschaft besteht aus den Kindern/Jugendlichen und nicht aus den Eltern.
  3. Teamgeist: Für jedes Elternteil mag das eigene Kind das Wichtigste sein. Bedenken Sie aber, dass Siege nicht nur von ihrem Kind und Niederlagen nicht nur von den anderen zu tragen sind. Ein Team gewinnt und verliert gemeinsam.
  4. Wenn Sie möchten, dass sich Ihr Kind im Hockey weiterentwickelt, dann überlassen Sie diese Arbeit den Trainern. Die Aufgaben der Eltern ist es, den Kindern positive Unterstützung anzubieten. Geben Sie Ihrem Kind während eines Spieles keine hockeyspezifischen Ratschläge – dies ist Aufgabe des Trainers.
  5. Motivieren Sie Ihr Kind und andere Mitspieler mit Lob und Applaus. Vermeiden Sie  lange Diskussionen oder Spielanalysen nach dem Spiel/Turnier mit ihrem Kind. Sprechen Sie nur über positive Erlebnisse des Spiels/Turniers. Die Freude am Sport
    steht im Vordergrund und soll erhalten bleiben.
  6. Akzeptieren Sie die Entscheidungen der Trainer, insbesondere im Hinblick auf Mannschafts-Aufstellung, Spielanteile, Taktik etc.
  7. Während des Spiels/Turniers dürfen Eltern das Spielfeld ohne ausdrückliche Erlaubnis NICHT betreten. Die Coachingzone ist nur für Spieler, Trainer und Betreuer gedacht.
  8. Seien Sie auch im Bereich Fairness ein Vorbild und unterlassen Sie Diskussionen oder gar Anfeindungen gegenüber allen Beteiligten, auch gegenüber den Gegnern und Schiedsrichtern. Tolerieren Sie auch kein schlechtes Benehmen Ihres eigenen Kindes.
    Fair geht vor!


Vielen Dank
Der Jugendausschuss des Brandenburger Hockey-Sportverbandes e.V.


Stand Mai 2017, Zum Download, BHSV